Freitag, 25. November 2011

Hygiene Hautarzt

Sachgemäße Desinfektion von Arztpraxen:
Hautärzte, Allgemeinmediziner & Co.


Hygiene ist mittlerweile ein essentielles Thema im gesamten Gesundheitswesen. Hierzu zählen nicht nur Krankenhäuser, Altenheime, Zahnärzte oder Rettungsdienste, sondern auch allgemeinmedizinische Praxen, Urologen, NHO-Ärzte, Orthopäden und Hautärzte. Alle Ärzte stehen letztlich in der Pflicht einen zeitgemäßen Hygiene- und Desinfektionsplan zu erstellen und dementsprechend zu verfahren. Auch aus haftungstechnischer Sicht ist dieser Kontext nicht zu vernachlässigen. Hat der Arzt wirklich alles getan, um ein Hygieneniveau nach aktuellem Stand der Technik zu erreichen?


Schmalspur-Hygiene und mangelndes Hygienebewusstsein sind weit verbreitet

Auf den ersten Blick scheinen diese medizinischen Praxen nicht unbedingt eng verflochten mit dem Thema "Hygiene & Desinfektion" zu sein. Denn wer hat bei seinem Hausarzt oder Hautarzt schon einmal eine Flächendesinfektion vor seiner Behandlung gesehen?

Dies ist in der Tat ein sehr unberuhigender Gedanke, da man mit genau denselben Flächen in Kontakt kommt, mit welchen der Patient zuvor bereits in Kontakt kam. Einfacher gesagt:
Patient A wird auf der Liege behandelt, verlässt dann den Raum. Direkt im Anschluss wird Patient B auf der gleichen Liege behandelt usw. Es ist jedenfalls äußerst zweifelhaft, ob die im Beispiel erwähnte Liege, wie vorgeschrieben, nach jeder Behandlung sachgemäß desinfiziert wird.

Warum die Themen Hygiene und Desinfektion in medizinischen Praxen so wichtig sind, lässt sich einfach erklären: Die Patienten werden aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland immer älter, wobei dementsprechend das Risiko steigt, immunsupprimierte Menschen zu behandeln. Diese unterliegen aufgrund geschwächter Immunsysteme einer wesentlich höheren Infektionsgefahr als junge, gesunde Menschen. Weitere Gründe, die für eine deutlich verbesserte Hygiene sprechen, sind einerseits die Zunahme von Antiobiotika-Resistenzen von Bakterien sowie andererseits die Risiken einer Kreuzkontamination und die unbewusste Behandlung von Risikopatienten (MRSA, EHEC, HIV etc.).


Zertifizierbarer Patientenschutz auf Knopfdruck

Wäre es da nicht viel sinnvoller und verantwortungsbewusster seitens der Ärzte am Ende des medizinischen Arbeitstages eine klinisch-geprüfte Bio-Raumdekontamination ihrer Behandlungs- und Wartezimmer durchzuführen? Ein Verfahren, was auf umweltfreundliche und lückenlose Weise gefährliche Keime eliminiert und auf Wunsch vom Krankenhaushygieniker zertifiziert wird.

Die Allgemeinmedizin und Dermatologie scheint sich der Hygienerisiken (noch) nicht bewusst zu sein und in dieser Hinsicht jedenfalls noch in der Vergangenheit zu leben.

Wer als Allgemeinmediziner oder Hautarzt all diese genannten Risiken verantwortungsbewusst minimieren möchte, der sollte sein Hygiene- und Desinfektionsmanagement auf ein neues Level befördern. Zahnärzte, Rettungsdienste, Altenheime und viele weitere Anwendungsbereiche tun dies bereits erfolgreich!

Merke:
  • Händedesinfektion ist gut.
  • Händedesinfektion und gezielte Flächendesinfektion sind besser.
  • Händedesinfektion, gezielte Flächendesinfektion und lückenlose Raumdesinfektion sind das Hygiene-Optimum nach aktuellem Stand der Technik.

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