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Mittwoch, 17. Juni 2015

Noch dieses Jahr kommt die EN 16615 zum 4-Felder-Test

Noch dieses Jahr kommt die EN 16615 zum 4-Felder-Test
© [Paylessimages #16682853] / Fotolia.com

Nicht nur die Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln gegen die einzelnen Erreger müssen überprüft werden, sondern auch die Wirksamkeit von Reinigungsverfahren wie die Oberflächendesinfektion anhand von Tüchern und Mopps. Dieses Jahr wird die endgültige Fassung der EN 16615 veröffentlicht, der sogenannte 4-Felder-Test. Damit soll nun auch das Verfahren zur Desinfektion in einem standardisierten Verfahrenstest auf Wirksamkeit überprüft werden.

Nach einer Studie aus dem Jahr 2006 können Desinfektionsmittel, wie quaternäre Ammoniumverbindungen (QAV) bis zu 60 Prozent in Tüchern gebunden werden. Von daher stellt sich die Frage nach der Wirksamkeit von Wisch-Desinfektionen oder gebrauchsfertigen Desinfektionstüchern, denn wenn das Mittel im Tuch und dem Wischmopp verbleiben kann, kann das Desinfektionsmittel nicht auf der Oberfläche wirken.

Wie sieht der 4-Felder-Test aus?

Die gesamte Testfläche hat ein Ausmaß von 50 x 20 cm, darin befinden sich 4 gleichgroße Flächen zu je 5 x 5 cm. Der Weg des Wischtuchs ist standardisiert und führt einmal über alle Testflächen herüber und wieder zurück. Somit kann anschließend die Desinfektionsleistung sowie eine eventuelle Keimverschleppung überprüft werden.

Mittwoch, 16. April 2014

Die Flächendesinfektion mit der Zwei-Eimer-Methode

Die Flächendesinfektion mit der Zwei-Eimer-Methode: Eine Flächendesinfektionsmethode von gestern

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Flächendesinfektion und Reinigung in medizinischen und auch Lebensmitteltechnischen Einrichtungen. Zunächst wird hier unter der Feucht- oder Nassreinigung unterschieden. Ein Beispiel für die Nassreinigung ist die „Zwei-Eimer-Methode“. Die Zwei-Eimer-Methode
wird in kleineren Räumen ohne Patientenkontakt empfohlen, da sie die Trennung zwischen Rein und unrein nicht völlig gewährleistet. Es verbleiben immer Schmutzreste in der „Reinlösung“ zurück. Die „Zwei-Bezüge-Methode“ hat die Zwei-Eimer-Methode im Großen und Ganzen abgelöst.

Beschreibung der Durchführung der Zwei-Eimer-Methode

Nach der Zwei-Eimer-Methode werden auf einem Wagen zwei Eimer benutzt. Ein Eimer enthält Reinigungs- oder Desinfektionsmittel, der andere Eimer bleibt leer und wird gegebenenfalls mit einer Presse ausgestattet. Es wird mit einem Lappen oder einem Fransenmopp, welcher zunächst in den befüllten Eimer getaucht wurde, ein Teil des Bodens, oder der jeweiligen Fläche gesäubert. Danach wird der beschmutzte Lappen in den leeren Eimer ausgewrungen oder ausgepresst. Das enthaltene Schmutzwasser wird auf diese Weise zwar nicht komplett aus dem Lappen entfernt, aber es werden somit beim Wiedereintauchen in den Eimer mit Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln, nur kleine Restmengen an Schmutz in den befüllten Eimer übertragen. Es empfiehlt sich zum Schluss mit einem sauberen Lappen, sowie neuem Reinigungs- oder Desinfektionsmittel ein letztes Mal über die Flächen zu gehen.

Vor- und Nachteile der Zwei-Eimer-Methode im Kurz-Überblick

Vorteile:

  • Es wird wenig Schmutz in die Reinigungslösung übertragen

Nachteile:

  • Hoher Rüstungsaufwand (Wagen)
  • Hoher Verbrauch an Reinigungs- und Desinfektionsmittel