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Mittwoch, 29. April 2015

Noroviren - Hinweise zur Prüfung der Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln

Prüfung von Desinfektionsmittel
© [angellodeco #53259882] / Fotolia.com

Was genau sind Noroviren?

Eine Infektion mit Noroviren führt zu einer akut beginnenden Gastroenteritis und ist die häufigste Ursache von nosokomialen gastroenterischen Ausbrüchen.

Noroviren gehören der Familie der Caliciviridae an und zählen zu den unbehüllten Viren, welche im Gegensatz zu den behüllten Viren mit höherer Stabilität gegenüber Desinfektionsmitteln gekennzeichnet sind. Die meisten in Deutschland beobachteten Fälle des humanen Norovirus sind der Genogruppe II mit dem Genotyp 4 zuzuordnen.

Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln

Der humane Norovirus kann nicht auf Zellkulturen angezüchtet werden. Für die Überprüfung der Wirksamkeit werden teils nicht die eigentlichen humanpathogenen Erreger, sondern Ersatz- oder Testorganismen (Surrogatorganismen) verwendet, von welchen man ein gleiches oder sehr ähnliches Verhalten erwarten kann. Für eine Deklaration von "viruzid wirksam" (Wirksamkeit gegen unbehüllte und behüllte Viren) wird mit folgenden vier unbehüllten Testviren geprüft:


  • Poliovirus
  • Adenovirus
  • Simian-Virus 40
  • murines Norovirus (gemäß Novellierung der DVV/RKI-Leitlinie zum Suspensionsversuch, Vaccinia Virus wurde durch murines Norovirus ersetzt)


Somit werden vier Virusfamilien, mit unterschiedlichen Hydrophiliegrad miteinbezogen. Bei vielen Handdesinfektionsmitteln kann die viruzide Wirksamkeit nicht für alle Testviren belegt werden.

Hinzu kommt, dass bei der Überprüfung auf die viruzide Wirksamkeit, das murine Nororvirus (MNV) geprüft wird. Dieses ist nach Untersuchungen auf PCR-Basis aber nicht so stabil wie das humane Nororvirus. Daher ist die Auslobung mit "viruzid wirksam" nach diesem Testverfahren nicht zur Gänze sicher.

Lösungsvorschläge und Empfehlungen

Die europäische Norm hat speziell für Händedesinfektionsmittel den Bereich "limited virucidal active" eingeführt. Demnach sind Noroviren und Adenoviren zu prüfen. Nach dem praxisnahen Test für Flächendesinfektionsmittel der DVV (Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e. V.) werden die Wirksamkeiten gegen unbehüllte Viren und zwei Bereiche gegliedert:


  • "viruzid low level" (ohne Enteroviren, mit den Prüfviren Modified Vacciniavirus Ankara(MVA)/Vacciniavirus, Adenovirus und MNV)
  • "viruzid high level" (mit Enteroviren, zur Prüfung von Adenovirus, MNV und das murine Parvovirus)


Daher sollten, solange noch kein praxisnaher Test zur Verfügung steht, im Routinefall Händedesinfektionsmittel verwendet werden, welchen mindestens eine nachgewiesene Wirksamkeit gegen MNV und Adenoviren bestätigt wurden. Der RKI-Ratgeber für Ärzte "Noroviren-Infektionen" behält weiterhin seine Gültigkeit. Somit sollen nur Desinfektionsmittel mit nachgewiesener viruzider Wirkung verwendet werden.  Bei Flächendesinfektionsmitteln, welche nur im Suspensionstest geprüft wurden, kann eine Wirksamkeit gegen Noroviren nicht in jedem Fall vorausgesetzt werden. Mit dem DVV-Carrier-Test (viruzid low level) kann aber eine hinreichende Inaktivierung gegen Noroviren belegt werden.

Dienstag, 5. Juli 2011

Hygiene Schiff

Hygiene und Infektionsschutz auf Schiffen - Optimale Umgebungshygiene

Das Thema "Schiffsyhgiene" spielt heutzutage eine immer wichtigere Rolle, denn für eine Reederei ist heutztage kaum etwas rufschädigender als eine Folge von besonders in den kalten Monaten des Jahres vorkommenden Norovirusepidemien oder sonstigen Ausbrüchen auf einem Luxusliner.

DioProtection als staubbindendes, also dreidimensionales Desinfektionsverfahren, wird bereits auf einigen renommierten Kreuzfahrtlinien erfolgreich eingesetzt. Durch die Hygienisierung von Räumen und Flächen, wie z.B. der kompletten Kabinendesinfektion, können Infektionsrisiken absolut minimiert werden. Gerade durch den starken Personenverkehr auf Schifffahrten entstehen hier mögliche Infektionsgefahren. Die von Experten als äußerst effektiv bewertete Methode der Desinfektionsvernebelung schafft hier Abhilfe, da sie aufgrund der Reduzierung der Umgebungskontamination, die Infektionswahrscheinlichkeit deutlich reduzieren kann.
Bei der DIOP-Kabinendekontamination mit Wasserstoffperoxid und Silber handelt es sich zudem um eine völlig biokompatible Desinfektionsmethode, die keinerlei Rückstände hinterlässt.

DioProtection erfüllt nachweislich die wichtigsten Hygiene-und Desinfektionsrichtlinien wie etwa die Berufsgenossenschaftlichen Regelungen, die TRBA 250, die Biostoff-Verordnung oder die KRINKO/RKI-Empfehlungen "Anforderungen der Hygiene an die Reinigung und Desinfektion von Flächen".

Die unkomplizierte Durchführung von Abklatschtests deckt Ihr Flächenhygieneniveau auf und ermöglicht Ihnen für Ihr Passagierschiff ein neutrales Hygienezertifikat vom Infektionsepidemiologen und Krankenhaushygieniker.

Abgerundet wird das DIOP-Flächendesinfektionskonzept mittels sogenannter "Ready-to-use" Wipes-Desinfektionstücher, die beispielsweise zur gezielten Verunreinigung mit Blut oder zur täglichen Routinedesinfektion zum Einsatz kommen.

Unser Team besteht aus staatlich geprüften Desinfektoren.
Unsere Partner sind bekannte Hygieneinstitute und Experten für Krankenhaushygiene.
Unsere Referenzen sind aussagekräftig.

Erhalten Sie weitere Informationen zur modernen Schiffshygiene des 21. Jahrhunderts unter:
www.hygiene-standard.com