Freitag, 12. Juni 2015

Mit Riboflavin die Reinigbarkeit testen

Mit Riboflavin die Reinigbarkeit testen
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Riboflavin ist ein wasserlösliches Vitamin aus dem B-Komplex. Für den menschlichen Körper spielt es eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel und dank seiner stark grün-gelb fluoreszierenden Eigenschaft findet es auch in hygienischen Produktionsanlagen hilfreiche Anwendung.

Ziele der Fluoreszenztests

Komponenten von Produktionsanlagen müssen peinlichst genau gereinigt werden. Fluoreszenztests mit Riboflavin dienen als Reinigbarkeitstests und zeigen Schwachstellen in der Durchströmung von Leitungs- und Ventilbereichen auf, und optimieren die Reinigungsprozesse. Dadurch können Betriebskosten durch eine verkürzte Reinigungsdauer gesenkt und die Anlageneffizienz erhöht werden.

Funktionsweise

Es muss zunächst eine Testlösung angesetzt werden. Diese besteht mindestens aus Riboflavin und seinem Lösungs- und Trägermittel Wasser (vorzugsweise entmineralisiertes Wasser). Das zu prüfende Bauteil muss vollständig benetzt werden. Die Testprozedur erfolgt mit Reinigungswasser, indem der Prüfling vollständig damit durchflutet wird, abhängig von bspw. Volumenstrom, Druck und der Dauer. Anschließend kommt eine UV-Lampe zum Einsatz und es wird auf Sichtbarkeit von fluoreszierenden Stellen geprüft. Somit wird in der Testauswertung festgestellt, wo sich Probleme in der Reinigungsprozedur oder dem entsprechenden Bauteil befinden können.

Donnerstag, 11. Juni 2015

Ebola - Reinraumtechnik im Fokus

Ebola - Reinraumtechnik im Fokus
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Am 23. März 2014 verkündete die WHO (Weltgesundheitsorganisation) einen Ausbruch von Ebola in Guinea. Im Dezember 2013 hatte im Südosten von Guinea ein zweijähriger Junge Fleisch von einem infizierten Flughund gegessen und starb. Familienangehörige, sowie Nachbarn wurden daraufhin krank und schon bald breitete sich das Ebola-Virus zwischen den Grenzregionen von Guinea, Sierra Leone und Liberia aus. Im Verlauf des Jahres 2014 infizierten sich rund 20.200 Menschen mit dem Virus, rund 7.900 starben.

In Laboren und Isolierstationen steckt viel Reinraumtechnologie

Die Welt reagierte viel zu spät, als in Westafrika das Ebola-Virus ausbrach. Deutschland sendete erst im Dezember 2014 ein Ebola-Labor nach Mali. Dieses Labor diente aber lediglich der Diagnose, nicht der Behandlung. Ausgestattet mit einer hermetisch abgeschlossenen Handschuhbox um Blutproben von infizierten Personen zu untersuchen um sicher zwischen Ebola, Lassa und Malaria zu unterscheiden.

Deutschland hat das Wissen und die Technologien um in kürzester Zeit mehrere Isolierstationen mit Hunderten Betten aufzubauen. Zusätzlich können Firmen mobile wie auch stationäre Isoliereinheiten als temporäre Notfallsysteme herstellen und liefern. "Nach" Ebola könnte man die Isolierstationen desinfizieren und als normale Krankenhäuser, Schutzumgebungen oder medizinische Fürsorgebereiche einsetzen.

In abgeschlossenen Reinräumen lassen sich Umweltbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Druck sowie Verunreinigen genau kontrollieren. Reinraumtechnologien wie Schleusen, Wand-, Tür- und Deckensysteme, Lüftungsregelungen, Hepa-Filter, Autoklavierung, thermische und chemische Abwasserbeseitigung oder auch Chemieduschen, lassen sich zur Herstellung von medizinischen Produkten, sowie zur Bekämpfung von schnell übertragbaren Infektionskrankheiten wie Ebola, Sars, Aids, Vogelgrippe, Lassa, oder Tuberkulose einsetzen.

Hochsicherheitslabore und Isolierstationen in Deutschland

Hochsicherheitslabore, oder BSL-3 und BSL-4 Labore (Biological Safety Level), stellen die höchste Sicherheitsstufe bei der Diagnostik und Erforschung von Krankheitserregern dar. In Deutschland stehen vier BSL-4 Labore zur Verfügung, in Marburg am Institut für Virologie der Philipps-Universität, am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostsee- Insel Reims, in Hamburg, am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und seit Februar 2015 auch am Robert-Koch-Institut in Berlin. Die Bauzeit für solche Einrichtungen beträgt drei bis vier Jahre.

Sieben Sonderisolierstation gibt es in Deutschland. Diese befinden sich in Berlin, Leipzig, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart, München und Frankfurt am Main. Obwohl mit einem Ebola-Ausbruch in Deutschland nicht zu rechnen ist, würde Deutschland bei etwa 30 infizierten Patienten mit den vorhandenen Einrichtungen an seine Grenzen stoßen.

Montag, 8. Juni 2015

Mit dem 10-Punkte-Plan gegen resistente Erreger

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Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat einen 10-Punkte-Plan zur Bekämpfung resistenter Erreger vorgelegt.
  1. Ausbreitung multiresistenter Erreger verhindern
    Die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene (KRINKO) zum Umgang mit multiresistenter Erregern müssen noch konsequenter befolgt werden. Die Vorgaben der Bundesländer haben dabei eine entscheidende Rolle. Den Bundesländern wird dabei vorgeschlagen, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) die regionalen Netzwerke aus Gesundheitsämtern, Ärzten und Krankenhäusern zur Bekämpfung der Antibiotika-Resistenzen unterstützen soll. Eine Pflicht zum ambulanten Screening vor Krankenhausaufenthalten soll untersucht und geprüft werden. 
  2. Hygienestandards in allen Einrichtungen weiter ausbauen
    Der Ausbau von Weiterbildungsmaßnahmen für Hygienefachkräfte o. ä., wird mit einem Hygiene-Förderprogramm in Höhe von 365 Mio Euro unterstützt. Mit den Bundesländern soll kommuniziert werden, mithilfe welcher Maßnahmen die Krankenhäuser den Ausbau des Hygienepersonals sicherstellen. 
  3. Bessere Informationen zur Hygienequalität in Krankenhäusern
    Um für Transparenz zu sorgen, sollen Krankenhäuser verpflichtet werden, ihre Qualitätsberichte durch einen Zusatzteil zu ergänzen, welcher in einer für Patienten verständlichen Form, Informationen über die Hygienestandards im Krankenhaus liefert.
  4. Meldepflichten zur Früherkennung resistenter Erreger verschärfen
    Gefährliche resistente Erreger wie 4MRGN und Clostridium difficile sollen künftig bereits beim ersten Nachweis gemeldet werden.
  5. Verpflichtende Fortbildung des medizinischen Personals
    Fortbildungen sollen helfen, einem unsachgemäßen Umgang mit Antibiotika entgegen zu steuern.
  6. Versorgungsforschung zur Vermeidung nosokomialer Infektionen verbessern
    Über einen Zeitraum von drei Jahren sollen Forschungsvorhaben im Bereich nosokomiale Infektionen und Antibiotika-Resistenzen verstärkt gefördert werden. Dazu wird eine "Task Force Antibiotikaforschung" bei den Bundesministerien für Bildung und Forschung sowie für Gesundheit eingerichtet.
  7. "One-Health"-Gedanken stärken: Aktualisierung der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie
    Das "One-Health"-Konzept verbindet die Aspekte der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt. Um den "One-Health"-Gedanken weiter zu stärken, soll die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) der Bundesministerien für Gesundheit, Ernährung und Landwirtschaft sowie Bildung und Forschung bis 2015 aktualisiert werden. Somit soll der Antibiotika Verbrauch im human-medizinischen Bereich, sowie in der Tiermedizin und der Landwirtschaft, stärker überwacht werden.
  8. Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika ermöglichen (Pharmadialog)
    Durch die steigenden Resistenzen steigt der Bedarf an neuen Antibiotika-Wirkstoffen. Daher kommt der Wissenschaft und der pharmazeutischen Industrie eine große Verantwortung zu, an neuen Wirkstoffen und alternativen Behandlungsmethoden zu forschen. Dementsprechend will die Bundesregierung im Dialog mit Wissenschaft und pharmazeutischen Industrie stehen und Lösungen erarbeiten.
  9. Deutsche globale Gesundheitspolitik zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen nutzen
    In den nächsten fünf Jahren soll Deutschland Partnerländer dabei unterstützen, nationale Strategien zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen zu entwickeln und umzusetzen.
  10. Antibiotika-Resistenzen durch Kooperation der G7-Staaten bekämpfen
    Gemeinsam mit den G7- Staaten sollen konkrete Maßnahmen beschlossen werden, um die Bekämpfung resistenter Keime voran zu treiben.

Ausführlich zu lesen unter www.bmg.bund.de

Freitag, 29. Mai 2015

Multiresistente Keime auf Agenda des G7-Gipfels

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Thema um die multiresistenten Keime auf die Agenda des G7-Gipfels im Juni gesetzt.


Multiresistente Keime auf Agenda des G7-Gipfels
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Das RKI (Robert-Koch-Institut) gibt die Anzahl der Todesfälle in Deutschland durch nosokomiale Infektionen mit 10.000 bis 15.000 Menschen pro Jahr an, die Dunkelziffer könnte höher sein, da hier nur die postoperativen Wundinfektionen bis zur Entlassung erfasst werden.

Nosokomiale Infektionen durch multiresistente Keime wie MRSA (Methicillin resistenter Staphylococcus aureus) oder VRE (Vancomycinresistente Enterokokken) bei immungeschwächten Patienten können schnell zum Problem werden.  Vor Operationen wird den meisten Patienten vorsorglich Antibiotika verabreicht, was andere Erreger zwar abtötet, aber den resistenten Keimen damit mehr Platz zum Ausbreiten gibt. Überleben können sie auf Oberflächen, Kleidung oder der Haut recht gut und wenn sie in Wunden von geschwächten Personen gelangen, führen die Keime zu einer Lungenentzündung oder Sepsis.

Was wird in Deutschland bisher gegen Krankenhauskeime unternommen?

Neben Surveillance Programmen (KISS) sowie regelmäßigen Desinfektionsmaßnahmen oder Händedesinfektionen ist die Aufklärung über die gefährlichen Keime überaus wichtig. Viele kurzzeitige Patienten, Besucher oder auch das Personal sind Träger von MRSA und ohne das Wissen über eine erfolgreiche Vermeidung einer Verbreitung der Keime, werden Besucher eine Händedesinfektion nicht durchführen, oder das Personal sie auch mal aus Zeitmangel "vergessen".

Das RKI gibt Empfehlungen für den Umgang mit multiresistenten Keimen aus und es werden verschiedene Projekte zur richtigen Händedesinfektion (Aktion: "Saubere Hände") in medizinischen Einrichtungen durchgeführt. Zusätzlich soll nach dem Infektionsschutzgesetz der Verbrauch von Antibiotika fortlaufend aufgezeichnet werden.

Pläne der Koalition

Die Union und Sozialdemokraten unterscheiden sich darin, wie sie den Kampf gegen die Krankenhauskeime angehen sollen. Die CDU plant zunächst die Meldepflicht für resistente Erreger zu erweitern und die SPD steht für ein Screening vor jedem Krankenhausaufenthalt ein. Im Vergleich mit Europa liegt Deutschland im Mittelfeld der jährlichen MRSA-Infektionen. Die Niederlande beispielsweise, sind Spitzenreiter mit einer Infektionsrate von weniger als 5 Prozent. Der Antibiotika-Verbrauch in Krankenhäusern und Mastbetrieben ist dort zwar um einiges höher, aber es werden regelmäßige Screenings von Risikogruppen durchgeführt und anschließend werden betroffene Patienten sofort isoliert.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Hygiene in der Pferdeklinik

Hygiene in der Pferdeklinik
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Nosokomiale Infektionen werden neben humanmedizinischen Einrichtungen, auch in Pferdekliniken ein ernst zunehmendes Problem. Belegte Fälle von nosokomialen Ausbrüchen bei hospitalisierten Pferden legen nahe, dass sich die Anforderungen an ein effektives Hygienemanagement in Pferdekliniken erhöhen müssen.

Herausforderung Hygienemanagement

Die Anforderungen in Kliniken für Pferde sind komplizierter als in der Kleintiermedizin. Bei der Konzeption von Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen müssen viele Dinge beachtet werden; Als Beispiele sind Rutschfestigkeit sowie Haltbarkeit von Wänden und Böden, notwendige Einstreu der Boxen, Staubbelastungen durch Futtermittel und die Mengen an Mist zu nennen. Um den Pferden ein gutes Stallklima zu gewährleisten, empfiehlt sich eine offene Bauweise, welche wiederum nistende Vögel anlockt. Auf diese Weise können resistente Bakterien den Weg in die Ställe finden.

Die größte Infektionsquelle stellt aber der Mensch dar. Das tiermedizinische Klinikpersonal  kann durch eine Kolonisierung von MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) zur größten Gefahrenquelle werden. Dekolonisierungsmaßnahmen der Mitarbeiter sind leider nicht in jedem Fall erfolgreich und es empfiehlt sich eine Isolierung von MRSA-infizierten Pferden. Jedoch sind solche Maßnahmen mit hohen Kosten verbunden und psychologische Folgen sind für das Herdentier Pferd nicht auszuschließen.

Welche Hygienemaßnahmen führen zum Erfolg?

An der Universitätspferdeklinik in Bern haben in Verbindung mit einer Studie, u. a. folgende Hygienemaßnahmen zu einer Reduktion der MRSA-Nachweise in Wundinfektionen geführt:

  • Konsequente Händehygiene der Mitarbeiter,
  • Verwendung von Einmalhandschuhen
  • Dekolonisierung von nasal besiedeltem Personal
  • Isolierung von infizierten Pferden

Ein entsprechendes Hygienekonzept muss dennoch individuell an jeden Betrieb angepasst werden und sollte in Verbindung mit wiederkehrenden Schulungen und einem Hygienebeauftragten erstellt werden.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Tuberkulose - Auch in Deutschland von Bedeutung

Tuberkulose - Auch in Deutschland von Bedeutung
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Jede Tuberkulose-Erkrankung erfordert eine langwierige Therapie und einen hohen medizinischen Betreuungsaufwand. Nach einem steten Rückgang der Fallzahlen bis 2008, hat die Zahl der Erkrankungen mittlerweile ein Plateau erreicht. Bei Kindern haben sich die Fallzahlen sogar erhöht. Im Jahr 2009 erkrankten 142 Kinder und Jugendliche, im Jahr 2010 wurden 160 Fälle registriert und 2011 179 Fälle. Die Erkrankung von Kindern geht auf eine kürzlich erfolgte Ansteckung zurück und kann somit als Indikator für das aktuelle Infektionsgeschehen gesehen werden.

Der Anteil multiresistenter Tuberkulosen liegt bei rund 2% und sind, mit leichten Schwankungen, weitestgehend stabil. Dennoch sind neue Ansätze in Diagnostik und Therapie erforderlich, da der Behandlungsaufwand langwierig ist und zusätzlich mit hohem Kostenaufwand verbunden.

Die Anzahl der Erkrankungen pro 100.000 unterliegen regionalen Differenzen. So ist beispielsweise die Zahl der Inzidenz in Berlin bei 9,3 (2011), wobei der bundesweite Durchschnitt bei 5,3 liegt.

Jahr
Anzahl
Inzidenz
2008
4.543
5,5
2009
4.445
5,4
2010
4.390
5,4
2011
4.307
5,3
2012
4.217
5,2
2013
4.318
5,3


Quelle: www.rki.de/tuberkulose (abgerufen am 19.05.2015)

Dienstag, 19. Mai 2015

Hygiene in der podologischen Praxis

Hygiene in der podologischen Praxis
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Die Podologie wird definiert als medizinischer Fachberuf und nichtärztlicher Heilberuf. Im Gegensatz zur kosmetischen Fußpflege, kümmert sich der Podologe/-in um die präventive, therapeutische und rehabilitative Behandlung am gesunden, von Schädigung bedrohten oder bereits geschädigten Fuß. Es bedarf einer zweijährige Vollzeit- oder dreijährige Teilzeitausbildung und eine erfolgreich bestandene staatliche Prüfung, um sich als Podologe/-in bezeichnen zu dürfen.

Hygiene in der popdologischen Praxis muss ganz groß geschrieben werden. Als Grundlagen dienen das Infektionsschutzgesetz (IfSG) und die Hygieneverordnungen der einzelnen Bundesländer. Die Gewerbeaufsichts- und Gesundheitsämter überwachen die podologischen Praxen infektionshygienisch und kontrollieren die Umsetzung der Vorgaben des Medizinproduktegesetz (MPG), der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetriebV) und der Technischen Regel für Biologische Arbeitsstoffe 250 (TRBA 250).

Hygienepläne in der podologischen Praxis

Es sollte ein individueller, einrichtungsspezifischer Hygieneplan (beinhaltet Reinigungs-, Desinfektions- und Hautschutzplan) erstellt und jährlich aktualisiert werden. Zusätzlich empfiehlt sich eine Risikobewertung von Tätigkeiten, die die Haut nicht durchdringen und solchen, die die Haut durchdringen und mit Blut oder inneren Geweben in Kontakt kommen. Zu den typischen Tätigkeiten in der podologischen Praxis zählen bspw. Nagelbearbeitung, Hornhautabtragung oder das unblutige Entfernung von Clavi (Hühneraugen). Ein entsprechender Musterhygieneplan des VDP ist zu Rate zu ziehen.

Aufbereitung von Medizinprodukten

In der podologischen Praxis ist die richtige Instrumentenaufbereitung von höchstem Stellenwert und ein entsprechender Sachkundenachweis muss vorliegen. Die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) des RKIs und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat im Oktober 2012 die verbindlichen Richtlinien zu den "Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten" erweitert und konkretisiert. Nach dieser Richtlinie sind individuelle Verfahrens- und Arbeitsanweisungen zu erstellen.