Montag, 13. Februar 2012

Antibiotikaresistente Keime

Antibiotikaresistenzen von Bakterien


Man liest und hört es überall: Antiobiotikaresistente Keime sind überall auf dem Vormarsch, Gegenmittel bzw. neue, wirksame Antibiotika der Pharmakonzerne sind Fehlanzeige - und dies nicht einmal hundert Jahre nach der Entdeckung des Penicillins. Selbst mittels Reserveantibiotika in Notfällen können Ärzte nicht mehr viel ausrichten.

So sollen mittlerweile 28% aller gram-negativen ESBL-bildenden Keime gegen moderne Antibiotika resistent sein. Gleichzeitig sollen mindestens 10% aller deutschen Altenheim-Bewohner mit gram-positiven MRSA-Keimen besiedelt sein.

Der Aktionsradius multiresistenter Keime ist dabei längst nicht mehr nur auf Einrichtungen des Gesundheitswesens wie Krankenhäuser, Altenheime, Arztpraxen oder Dialyseeinrichtungen beschränkt. Während ältere, immungeschwächte Menschen in diesen Einrichtungen von "ha-MRSA"-Stämmen (hospital acquired) betroffen sind, gibt es bereits sog. "ca-MRSA"-Bakterien (community acquired), welche auch junge, gesunde Menschen bedrohlich infizieren können.

Eines ist klar, so zeigen zahlreiche Medienberichte und tatsächliche Fakten:
Multiresistente Keime - im Volksmund häufig als "Killerkeime", "Superbakterien" oder "Killerbakterien" bezeichnet - machen auch vor Hotels, Fitnessstudios, Wellnessbereichen, Saunen, öffentlichen Verkehrsmittel oder Kindergärten kein Halt.

Einige Infektions- und Hygieneexperten sprechen bereits jetzt vom Postantibiotika-Zeitalter.

Ebenfalls ist zu berücksichtigen, dass die Ursache der Ausbreitung antibiotikasistenter Keime häufig in der Massentierhaltung liegt. Dies ist bedingt durch den rücksichtlosen und fahrlässigen Einsatz von Antiobiotika seitens der Landwirte. Die Humanmedizin, sprich die Ärzte, agieren im Bereich Antibiotikagabe nicht wesentlich sinnvoller, was aber sicherlich auch mit der Gesetzeslage zu tun hat. Selbst bei leichten Krankheiten und Schnupfen werden so oft Antibiotika verschrieben ohne die mikrobiologischen Konsequenzen zu berücksichtigen.

In Anlehnung an die Spiegel-Ausgabe 4/2012

Doch was kann man nun noch tun, um Infektionsprävention zu betreiben?
Einerseits muss das Antibiotikamanagement neugeregelt werden. Hier lohnt ein Blick in Länder wie die Niederlande oder Skandinavien mit deutlich geringeren Infektionsraten.

Andererseits ist das hygienische Niveau, insbesondere in Krankenhäusern und Altenheimen, nicht akzeptabel. Hier besteht hinsichtlich des Desinfektionsregimes ein dringender Handlungsbedarf.
Reinigung und Desinfektion kommt oft zu kurz, Mitarbeiter sind überlastet, Kosten müssen eingespart werden. Folglich kann der Hygiene- und Desinfektionserfolg dort insgesamt nur mangelhaft ausfallen.

Man kann definitiv behaupten, dass Patienten, Bewohner, Mitarbeiter oder Besucher im Gesundheitswesen nicht mit letzter Entschlossenheit und Nachhaltigkeit vor Infektionen wirksam geschützt werden.


Informieren Sie sich einmal hier, wie Sie Ihr Hygienemanagement auf ein neues, vorher nicht vorhandenes Level bekommen - und dies klinisch geprüft sowie von renommierten Krankenhaushygienikern, Bakteriologen & Virologen als hocheffektiv bewertet.

Keine Kommentare:

Kommentar posten