Donnerstag, 20. März 2014

Wasserstoffperoxid zur Entkeimung

Entkeimungsverfahren mittels Wasserstoffperoxid

Die Entkeimung ist das Abtöten, oder die Abscheidung von Viren und Bakterien, sprich der Mikroorganismen, durch chemische, oder physikalische Verfahren. Trinkwasser und Trinkwasserleitungen, aber auch beispielsweise Verpackungsstoffe wie beispielsweise PET-Flaschen, müssen entkeimt werden. Dazu eignen sich hervorragend Oxidationsmittel wie Wasserstoffperoxid, aber auch andere Verfahren, wie die Entkeimung mithilfe UV-Strahlung, oder Bioziden können hier zum Einsatz kommen.


Anwendungsgebiete von Wasserstoffperoxid zur Entkeimung

Wasserstoffperoxid kann auf Oberflächen, Instrumenten, Flüssigkeiten, auf der Haut und ebenfalls der Schleimhaut zur Desinfektion, bzw. Entkeimung angewendet werden.

Die Entkeimung, bzw. Sterilisation mit Wasserstoffperoxid bei aseptischen Abfüllanlagen von PET-Flaschen findet mit einer H2O2-Konzentration ab 35% statt. Auch viele eingesetzte andere Verpackungsmaterialien in der Lebensmittelindustrie, wie Plastikfolien, Kartons und Becher werden vor der Abfüllung mit 35%igen Wasserstoffperoxid desinfiziert.

Ein weiteres Einsatzgebiet von Wasserstoffperoxid zur Entkeimung ist die Raumdekontamination. Dabei wird H2O2 in gasförmiger Form eingesetzt und eine Wasserstoffperoxid-Lösung in einem speziellen Gerät, wie z.B. dem DiosolGenerator, als Aerosol im Raum verteilt. Dabei hinterlässt die Desinfektion mit Wasserstoffperoxid keine Rückstände, da geeignete Mittel, wie Diosol, in die Bestandteile Wasserdampf und Sauerstoff abgebaut werden.

Zur chemischen Entkeimung von Wasser wird neben Chlor- oder Natrium-Lösungen, ebenfalls Wasserstoffperoxid verwendet. Eine neuartige Methode ist ein Vollmetallkatalysator mit geringen Mengen an Wasserstoffperoxid. Dieser Vollmetallkatalysator ist ein Mangan, Nickel und Kupfer enthaltender Katalysator, welcher Wasserinhaltsstoffe in Gegenwart von Wasserstoffperoxid oxidiert.

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