Dienstag, 8. Oktober 2013

Clostridien: Die häufigsten Hygienemaßnahmen bei Clostridium difficile

Die häufigsten Hygienemaßnahmen bei Clostridien

Heute möchten wir Ihnen gemäß Daten der PubMed und Outbreak Database die häufigsten Hygienemaßnahmen bei Clostridium difficile präsentieren bzw. auflisten. Diese Quellen enthalten mehr als 3000 Artikel zu Krankenhausinfektionen (tatsächliche Ausbrüche), darunter auch Angaben zu Clostridium difficile Ausbrüchen.

Auffällig ist dabei, dass Ausbrüche von Clostridium difficile durch Infektionen mit schweren Verläufen, entsprechenden Todesfällen und hohen Kosten  gekennzeichnet sind. Als häufige bzw. "beliebte" Hygienemaßnahmen bei Clostridien wurden in den oben genannten, kostenlos zugänglichen Daten folgende genannt (Reihenfolge gemäß Wichtigkeit 1-11):


  1. Isolation
  2. Flächendesinfektion
  3. Händedesinfektion mit Seife
  4. Schutzkleidung
  5. Pat. Screen
  6. Personalanleitung
  7. Fortbildung
  8. Umgebungsanalyse
  9. Schließung
  10. Materialveränderungen
  11. Personal Screen

Dienstag, 17. September 2013

Fehler bei der chemischen Desinfektion im Gesundheitswesen

Die chemische Desinfektion im Gesundheitswesen: 
Dringend von Nöten, aber fehlerhaft bis kläglich umgesetzt


Trotz der Tatsache, dass im medizinischen Umfeld täglich gereinigt und manuell desinfiziert (Scheuer-Wisch-Desinfektion) wird, sind multiresistente Erreger und unbehüllte Viren (Stichwort "Noroviren") in Kliniken und Heimen deutlich auf dem Vormarsch.

Mangelhafte bis fahrlässige Flächendesinfektionen sind im Gesundheitswesen und im Speziellen in Kliniken weit verbreitet

Diese Entwicklung hat im Rahmen der chemischen Desinfektion bzw. der Flächendesinfektion u.a. folgende Ursachen:

  1. Die unverantwortliche Einsparung von Flächendesinfektionsmaßnahmen zu lasten der Patienten
  2. Die Reduzierung von Desinfektionszeiten zu lasten von Patienten, Reinigungspersonal und Besuchern sowie der Reputation der jeweiligen Einrichtung
  3. Der geringe Stellenwert von Reinigung und Desinfektion in Einkaufsabteilungen von Kliniken
  4. Fehlende Desinfektorenausbildungen und Fortbildungen des Hygienepersonals und der leitenden Mitarbeiter und Ärzte ("mangelhaftes Hygienewissen")
  5. Fehlende Hygiene-Motivation und Blockade von Hygiene-Innovationen und neuartigen, hocheffektiven Hygiene-Techniken (Stichwort "H2O2-Raumdesinfektion")
  6. Fehlende Sanktionierung der Verantwortlichen 

Aufgrund dieser 6 genannten und weit verbreiteten Einstellungen im Gesundheitswesen sind fast alle chemischen Desinfektionen durch Fehlanwendung (Fehldosierung, Seifenfehler, Eiweißfehler, Temperaturfehler, Transport- und Lagerungsfehler etc. von Desinfektionsmitteln) und Fehleinschätzung unwirksam.

Dienstag, 13. August 2013

13. Wilhelmshavener Hygieneforum im Reinhard Nieter Krankenhaus

Was ist das Wilhelmshavener Hygieneforum?

Das Wilhelmshavener Hygieneforum ist mittlerweile eine fest etabliertes Ereignis, das regelmäßig am 1. Mittwoch im September stattfindet. Großer Wert wird dabei auf ein qualitativ hochwertiges Programm mit namhaften Dozenten gelegt. Aberundet wird die Veranstaltung durch ein künstlerisches Begleitprogramm, das es ebenfalls in sich hat. Das Hygieneforum ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

An welchen hygienerelevanten Teilnehmerkreis richtet sich das Wilhelmshavener Hygieneforum?

Die Veranstaltung richtet sich an Pflegepersonal und Ärzte aus Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Mitarbeiter medizinischer Assistenzberufe und selbstverständlich auch an hygienebeauftragte Ärzte und Hygienefachkräfte. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt.

Wo und wann findet das 13. Wilhelmshavener Hygieneforum statt?

Im Vortragssaal des Reinhard-Nieter-Krankenhauses
Friedrich-Paffrath-Str. 100, 26389 Wilhelmshaven
Mittwoch, 04.09.2013, 08:45 Uhr bis ca. 16:30 Uhr.
Teilnehmerregistrierung und Tageskasse ab 08:00 Uhr.

Wilhelmshavener Hygieneforum: Trends in Sachen Desinfektion finden Sie auf der begleitenden Industrieausstellung

Neben einigen Hygieneexperten wie PD Dr. Anderas Schwarzkopf und PD Dr. Dr. von Rheinbaben wird die Firma DIOP GmbH & Co. KG als Desinfektionsspezialist an der begleitenden Industrieausstellung im Reinhard-Nieter-Krankenhaus teilnehmen und Ihnen gerne mehr Informationen über das Trend-Desinfektionsverfahren der auf Wasserstoffperoxid-basierenden Diosol-Kaltvernebelung präsentieren.



Montag, 5. August 2013

Die Empfehlung des Robert Koch Institutes (RKI): Raumdesinfektion mit Wasserstoffperoxid

Das Robert-Koch-Institut zur Raumdesinfektion mit Wasserstoffperoxid
Das Thema "Raum- und Flächendesinfektion mit Wasserstoffperoxid" hat in den letzten Jahren zahlreiche Anwendungsbereiche in Sachen lückenloser, sicherer und umweltschonender Desinfektion revolutioniert. Dies betrifft sowohl die H2O2-Raumdesinfektion in gasföfmiger Weise als auch jene durch Kaltvernebelung von Wasserstoffperoxid-basierten Desinfektionsmitteln.

Da seriöse, langjährige Anbieter dieses Desinfektionsverfahrens mittlerweile umfangreiche, klinische Prüfungen sowie erfolgreiche Nachweise in den Bereichen Mikrobiologie, Bakteriologie, Virologie sowie Sporenwirksamkeit vorlegen können, beschäftigt sich auch das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin zunehmend mit dieser überzeugenden Desinfektionsmethode.

Was sagt das RKI nun über die Raumdesinfektion mit Wasserstoffperoxid?

Zunächst seien die  wichtigsten Veröffentlichungen des RKI zur Raumdesinfektion mit Wasserstoffperoxid genannt:

  1. Aktueller Stand zur Raumdekontamination mit gasförmigem Wasserstoffperoxid (aus HygMed 2010; 35 [6])
  2. Raumdesinfektion mit H2O2 - Möglichkeit vs. Notwendigkeit (8. Fachtagung der Österreichischen Gesellschaft für Sterilgutversorgung)

Folgende, aus diesen RKI-Quellen stammenden Zitate bzw. komprimierten Inhalte belegen die Empfehlung des Robert-Koch-Instituts zur Raumdesinfektion mit Wasserstoffperoxid:

  • Eine Raumdesinfektion mittels Begasung beinhaltet die umfassende und gleichzeitige Desinfektion aller in einem umschlossenen Raum befindlicher Oberflächen durch Verdampfen oder Vernebeln eines Desinfektionsmittels

  • Im Nachtrag zur 15. Desinfektionsmittelliste des Robert-Koch-Instituts geht die grundsätzliche Eignung des H2O2-Verfahrens für die Desinfektion komplexer Oberflächen hervor

  • Das RKI zitiert die Gesellschaft für Versuchstierkunde: "Die Raumdesinfektion mit H2O2 ist ein relativ neues Verfahren, welches - richtig angewendet - alle Raumoberflächen desinfiziert, ohne dabei die Oberflächen anzugreifen oder Rückstände zu hinterlassen."

  • Das RKI empfiehlt den Einsatz validierbarer Raumdesinfektionsverfahren mittels Wasserstoffperoxid

  • vom RKI empfohlene Einsatzbereiche der Wasserstoffperoxid-Raumdesinfektion
    • Sicherheitslaboratorien inklusive Tierhaltungsbereiche
    • Reinraumbereiche der Pharmaindustrie (insbesondere Impfstoffproduktion)
    • Behördlich angeordnete Entseuchungen im Gesundheitswesen: Desinfektion gemäß §18 IfSG in Deutschland (z.B. im Rahmen bestimmter Ausbrüche)
    • Sonderisolierstationen und -transporte

  • Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Begasung von Räumen und raumlufttechnischen Anlagen zu Dekontaminationszwecken mit H2O2 nach Erbringung der oben angeführten Anforderungen eine wirksame und umweltfreundliche Alternative zum Einsatz von Formaldehydgas darstellt

Dienstag, 30. Juli 2013

12. Bad Kissinger Akademiekongress: Hygiene-Wunde-Pflege

Der 12. Bad Kissinger Akademiekongress "Hygiene-Wunde-Pflege" vom Förderverein des Gesundheitszentrums Bad Kissingen


Vom 7. bis 8. November 2013 findet in Bad Kissingen der 12. Bad Kissinger Akademiekongress
Hygiene-Wunde-Pflege statt. Ort der Veranstaltung ist das Tagungszentrum Regentenbau im Bad Kissinger Zentrum.

Mit seinen Säulen, Hygiene, Wunde und Pflege hat sich das Kongresskonzept als einmalige Weiterbildungsplattform für

  • Ärzte
  • Pflegefachkräfte
  • Pflegeleitungen aus dem Krankenhaus-, Reha-, Pflege- oder ambulanten Bereich und 
  • Dialyse

fest etabliert.

Neben einem umfangreichen Tagungsprogramm mit Seminaren und Workshops ist die Industrieausstellung ein wesentlicher Anziehungspunkt für die Besucher. Die Firma DIOP GmbH & Co. lädt Sie im Rahmen der Industrieausstellung zum Thema "Innovative Flächendesinfektion" herzlich ein.

Ebenso wird ein brandaktueller Workshop mit dem Titel "Lückenlose Desinfektion: H2O2-basierte Kaltvernebelung in Klinik und Altenpflege" stattfinden und dieses Trendthema weiter in den Fokus der Hygiene im Gesundheitswesen rücken.

Montag, 15. Juli 2013

DGCZ-Jahrestagung: Der 21. CEREC Masterkurs 2013

Der 21. CEREC Masterkurs 2013: Die Fortbildungsveranstaltung im Dentalbereich

Die Firma DIOP GmbH & Co. KG wird auch im Jahre 2013 wieder bei der Jahrestagung der "Deutschen Gesellschaft für Computergestützte Zahnheilkunde" (DGCZ) - dem sogenannten CEREC Masterkurs - als Industrieaussteller vertreten sein.

Der 21. CEREC Masterkurs 2013 gilt als MUSS für fortbildungsbewusste CEREC-Anwender, an klinischen Computeranwendungen interessierte Zahnärzte und das "Familientreffen" der Mitglieder der DGCZ.

Dental-Themen beim Masterkurs zwischen dem 19.09.2013 - 21.09.2013 in Stuttgart werden u.a. folgende sein:

Präparationsregeln, Einsetztechnik, Materialauswahl, neue Tools  der CEREC Software 4.2 für Blue- und Omnicam, Elektronische  Registriertechniken, Artikulation, Bisshebung, Optimierung  Omnicam, Frontzahnrestaurationen, Smile Design, Marylandbrücke, Seitenzahnbrücken, CAD-on, YZ und Vollzirkon, Implantatabutments, Bohrschablonen, Teilprothetik, Übersicht aktueller CAD/CAM Systeme, CEREC im zahnärztlichen Praxislabor und CEREC im Internet.

Neben Dental-Themen wird es auch um das Thema "Hygiene und Desinfektion in der Zahnheilkunde" gehen. Hierzu laden wir Sie als Fachaussteller herzlich zu unserem Stand in der Liederhalle am Berliner Platz 1 zu Stuttgart ein.

Montag, 1. Juli 2013

Clostridium difficile: Lückenlose Flächendesinfektion unverzichtbar

C. difficile: Hohe Umweltresistenz erfordert perfekte Flächen- und Umgebungshygiene

Kommt C. difficile in Gesundheitseinrichtungen vor, so sollen bis zu 30 Prozent der Flächen mit dem Erreger kontaminiert sein. Mit C. difficile kontaminierte Oberflächen können damit gefährliche Infektionensquellen für Patienten, Mitarbeiter und Besucher darstellen.

Aufgrund der Umweltresistenz der C. difficile-Sporen (z.B. Ribotyp 027) spielt die unbelebte Patientenumgebung  bei der Weiterverbreitung von Infektionen eine besondere  Rolle, weshalb der Flächendesinfektion bei  Patienten mit C. difficile-Infektion ein besonderes Augenmerk geschenkt werden  muss. Auf Oberflächen von Fußböden, Geräten, Instrumenten und Einrichtungsgegenständen sind die Sporen von  C. difficile viele Monate (bis zu 5 Monate) überlebensfähig und sehr widerstandsfähig, was alleine manuelle Desinfektionsarbeiten als äußerst schwierig und bedingt durch menschliche Fehler auch als unsicher gestaltet.

Die extrem lange Überlebenszeit  der Sporen des Krankenhauskeims C. difficile führt zur zusätzlichen Infektionsgefährdung durch Gegenstände und  Flächen, sofern sie nicht durch ein konsequentes Reinigungs- und Desinfektionsregime erfasst werden. Basis-Hygienemaßnahmen im Sinne einer lediglich manuellen Flächendesinfektion aller patientennahen Oberflächen hinterlassen unnötige Hygienerisiken, welche aber mittlerweile durch vollautomatische Raumdesinfektionsverfahren zuverlässig minimiert werden können - insbesondere in Krankenhäusern und Kliniken eine unverzichtbare Desinfektionsmaßnahme!

C. difficile: Flächen- und Umgebungsdesinfektion reduziert nachweislich die Infektionsraten

Die höchsten Kontaminationsraten werden in der Umgebung von Patienten mit Durchfall gefunden,
und im Besonderen dann in der Umgebung der Toilette sowie an Steckbecken. Die sporizide Flächendesinfektion hat in der Mehrzahl der Studien eine signifikante Reduktion der C. difficile Neuerkrankungsrate zur Folge gehabt. Daraus kann man schließen: Je besser und großflächiger die Flächendesinfektion, desto geringere Neu- oder Re-Infektionen.

Sowohl das Vorkommen von C. difficile (positive Befunde) als auch die Dichte der Besiedelung von C. difficile auf Oberflächen lassen sich durch die Anwendung geeigneter Flächendesinfektionsmittel signifikant reduzieren. Die sporizide Flächendesinfektion in Kombination mit Basishygienemaßnahmen (Tragen von Schutzhandschuhen, Händedesinfektion etc.) sind wesentliche Maßnahmen, um die Übertragung von C. difficile im Gesundheitswesen zu verhindern.

Während in der Vergangenheit Flächendesinfektionsmittel auf Basis von Hypochlorit-Lösung eingesetzt wurden, sind heute Sauerstoffabspalter die Mittel der Wahl. Reiniger ohne antimikrobiellen Wirkstoff hingegen sind offenbar in der Lage, die Sporulation von C. difficile gar zu fördern.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass in bestimmten Bereichen mit besonders empfänglichen bzw. immunsupprimierten Patienten die sporizide Flächendesinfektion ganz wesentlich dazu beitragen kann, die Neuerkrankungsrate signifikant zu senken. Deshalb gilt die Desinfektion potentiell kontaminierter Flächen als ein wesentliches Element der Infektionsprävention bei C. difficile, vor allem auch wegen der möglichen Übertragung der C. difficile Spore von der Fläche über die Raumluft.

C. difficile-Flächendesinfektion: Peroxidverbindungen bzw. Sauerstoffabspalter anstelle unwirksamer VAH-gelisteter Flächendesinfektionsmittel auf Ethanol-Basis

Mit VAH-gelisteten Flächendesinfektionsmitteln werden die Sporen von C. difficile nicht inaktiviert (keine Alkohole oder quaternäre Ammoniumverbindungen!), wodurch Flächendesinfektionsmittel mit sporizider Wirkung zu verwenden sind. In Deutschland werden hierzu am häufigsten Flächendesinfektionsmittel auf Basis von Peroxidverbindungen verwendet (z.B. auf Basis von Wasserstoffperoxid). Sauerstoffabspalter werden auch vom Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin im Sinne einer sporiziden Flächendesinfektion bei C. difficile empfohlen.

C. difficile: Großflächige Flächendesinfektionsarbeiten im Sinne einer Schlussdesinfektion sind von Nöten

Die von einigen "Experten" empfohlene, tägliche Scheuerwisch-Desinfektion nur patientennaher Flächen wie etwa Nachttisch, Bettgestell, Nassbereich oder Türgriffen ist im Hinblick auf die Hartnäckigkeit von C. difficile, die so manuell erzielbare Keimreduktion und vorhandene Desinfektionslücken nicht haltbar und daher heutzutage nicht ausreichend.

C. difficile: Wirksame und lückenlose Flächendesinfektion mittels H2O2-Kaltvernebelung

Potentiell kann jede Fläche mit C. difficile kontaminiert sein. Die konsequente Durchführung von Maßnahmen zur Flächendesinfektion unterstützt durch die vollautomatische Raum- und Flächendesinfektion mittels Kaltvernebelung von Wasserstoffperoxid + Silberionen (z.B. Diosol) stellt heute das Hygieneoptimum in Sachen Umgebungshygiene und Flächendesinfektion bei C. difficile dar.

Weitere Informationen zur universitätsgeprüften  Raumvernebelung finden Sie unter:

www.diopgmbh.com