Montag, 22. Dezember 2014

Multiresistente Erreger in Pflegeeinrichtungen

Multiresistente Erreger in Langzeitpflegeeinrichtungen 

Hygieneplan Langzeitpflege

Pflegeheime, Alterswohnheime oder Einrichtungen mit einer Spezialisierung für Demenzerkrankungen fallen unter den Begriff der Langzeitpflegeeinrichtungen. Immer häufiger hat das Personal mit Ausbrüchen von multiresistenten Erregern zu kämpfen, welche durch den häufigen Transfer von Patienten zwischen Akutkrankenhäusern und Pflegeeinrichtungen resultiert.

Eine weitere Unterscheidung der Einrichtungen stellen die finanziellen Mittel dar. Daher differieren die Qualifikation und der Personalbestand und führt zu weniger hygienisch geschultem Personal als in bspw. Akutkrankenhäusern. Aufgrund des hohen Alters der Patienten und somit schlechteren Immunabwehr, sind Bewohner von Langzeitpflegeeinrichtungen vermehrt von Infektionen mit Multiresistenten Erregern (MRE) betroffen.

Empfehlungen zur Bekämpfung multiresistenter Keime 

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt:

  • Erstellung eines Hygieneplans, 
  • Surveillance der MRE 
  • und die Anstellung von Hygienepersonal 


Zusätzlich findet eine Unterscheidung bei der Behandlung von MRE-tragenden Patienten zwischen Bewohnern mit und ohne Infektionsrisiko statt.

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) gibt eine weitere Empfehlung aus. Der sog. "Maßnahmenplan für MRSA in Gesundheitseinrichtungen" empfiehlt eine Unterbringung von betroffenen Patienten in Einzelzimmern, wenn diese Wunden oder schuppende Dermatosen aufweisen, oder invasive Zugänge und eine tracheale Besiedlung bei Tracheostoma nachgewiesen werden kann. Außer in einem akuten Ausbruchsfall wird von der Isolation der Patienten abgeraten. Studien zufolge stellt die Isolation der Patentien eher einen großen Stressfaktor dar. Der Schwerpunkt liegt bei beiden Empfehlungen bei der strikten Einhaltung der Standardhygiene. Als einer der wichtigsten Inhalte gilt nach wie vor die Händehygiene.

Daher sind regelmäßige Schulungen, praktische Anleitungen und eine regelmäßige Überprüfung der Händehygienecompliance wichtige Mittel, um einer Übertragung innerhalb der Einrichtung vorzubeugen.

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