Mittwoch, 7. Dezember 2011

Raumdesinfektion TRGS 522

Raum-Dekontamination: Wasserstoffperoxid vs. Formaldehyd


Wasserstoffperoxid ist heutzutage das Standard-Desinfektionsmittel im Bereich der gasförmigen Raumdekontamination und Reinraumdekontamination. Die exzellente bakterizide und fungizide Wirkung, die hohe biologische Abbaubarkeit und die technisch optimale Realisierbarkeit sorgen dafür, dass Wasserstoffperoxid immer mehr das gemäß WHO als kanzerogen eingestufte Formaldehyd (Formalin) bei der Raumdesinfektion ablöst.

Während bei der Raumbegasung mit Formaldehyd ein Begasungsschein gemäß TRGS 522 (mit Abschluss Begasungsleiter) notwendig ist, kann die Raumvernebelung mit Wasserstoffperoxid nach einer überschaubaren Sachkunde-Unterweisung in der Regel problemlos durchgeführt werden.

Die Nachteile einer Raumdesinfektion mit Formaldehyd sind so markant, dass mittlerweile auch die letzten Anbieter diese Methode der Schlussdesinfektion in Richtung Wasserstoffperoxid verlassen. Einige Nachteile der Formaldehyd-Begasung nun im Überblick:

  • Raumdekontamination mit Formalin entspricht schon lange nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik
  • intensiver Schulungsaufwand
  • Beachtung umfangreicher Richtlinien
  • hohes Gesundheitsrisiko im Vergleich mit modernen Wirkstoffen
  • Formaldehyd bzw. Formalin ist als krebserregend eingestuft
  • hoher Zeitaufwand bei der eigentlichen Durchführung
  • mindestens zwei Personen mit spezieller Schutzausrüstung zur Beagsung erforderlich
  • komplette, gasdichte Versiegelung des zu desinfizierenden Raumes notwendig
  • hoher Vorbereitungsauwand
  • Beeinträchtigung des normalen Betriebsablaufes: benachbarte und angrenzende, stockwerkübergreifende Zimmer müssen evakuiert werden.
Fazit: Die Umstellung der Technik sowie der Wirkstoffe bei der Raumdesinfektion ist vom veralteten Formaldehyd auf eine moderne Wasserstoffperoxid-Formel umzustellen.

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